Von Kavala nach Xanthi und quer durch Thrakien - Migrations-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Nordostgriechenland (Studienreise)

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corso ID
S36

Lingua
deutsch
Informazioni
Benz Huebner bilden+vermitteln GmbH, Geschichts- und Themenreisen, www.griechenland-erleben.ch, Telefon 079 672 58 75
obiettivo del corso
Einblick in die Migrations-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Südostbalkans im Gebiet von Ostmakedonien und Thrakien (Nordostgriechenland). Kontakt und Gespräche mit Angehörigen der in diesem Gebiet lebenden Minderheiten verschiedener Sprachen und Religionszugehörigkeiten. 
contenuti del corso
Die Handelsstadt Kavala an der nordägäischen Küste war bis 1912 osmanisch, dann kurz griechisch, 1916 bulgarisch und seit 1918 wiederum griechisch. In der modernen Geschichte dieser Region spiegelt sich der Machtkampf zwischen Griechenland, der Türkei und Bulgarien um den Zugang zum Mittelmeer und um die Kontrolle der weiten fruchtbaren Ebenen Ostmakedoniens und Thrakiens. Menschen flüchteten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hierher, aber Menschen mussten ebenso von hier flüchten. Kavala liegt anmutig an einem Hügel, die Burg und das Imaret aus der Zeit des ägyptischen Vizekönigs Mehmet Ali Pascha dominieren das Bild der Hafenrundung. Auch die Städte Xanthi und Komotini haben eine bewegte Vergangenheit und ihre Altstadt hat einen jeweils sehr eigenen, äusserst lebendigen und sehenswerten Charakter. Ostmakedonien und Thrakien sind geprägt von Gebirgen, aber auch von endlosen fruchtbaren Ebenen. Eigentlich wäre das Gebiet eine „Kornkammer“, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass sich alle umliegenden Staaten seit jeher um das Gebiet streiten. Die historische und geographische Region Thrakien gehört zu drei Ländern, mit dem Resultat, dass sie von den jeweiligen Zentren jedes dieser Länder als weit abliegende Peripherie wahrgenommen wird. Diese periphere Lage ist im griechischen Thrakien eine der Hauptursachen für die überdurchschnittlich hohe Auswanderung in den 1970er Jahren. Ganz im Nordosten Griechenlands an der türkischen Grenze besuchen wir Soufli, heute der einzige Ort in Europa, wo Seide produziert wird. Die Reise durch die griechische Provinz Ostmakedonien und Thrakien führt uns auch in die Region der pomakischsprachigen und der türkischsprachigen griechischen Muslime. Wir besuchen die Universitätsstadt Komotini mit ihrer hübschen Altstadt und Xanthi, eine noch heute faszinierende Stadt mit ihren verwinkelten Gassen und imposanten Bürgerhäusern aus der Zeit der wirtschaftlichen Blüte vor rund hundert Jahren. Einst fuhr der berühmte Orientexpress durch diese Gegend. Ein Stück weit fahren wir auf der historischen Strecke und durchqueren dabei die faszinierende Landschaft des Nestostales. Wer Lust hat auf eine Reise in ein Gebiet, das auch von Griechenlandkennerinnen und -kennern kaum besucht wird, findet hier unerwartete Naturschönheiten und Städte, die zu den wichtigsten Handelszentren des Südbalkans gehörten. (mehr Infos siehe Datei im Anhang)

destinatari
Lehrkräfte für Geschichte, Wirtschaft, Soziologie, Geografie, Religion sowie weitere an den Entwicklungen auf dem südlichen Balkan interessierte Personen. 
sede del corso
Nordostgriechenland, nördliche Ägäis-Küste, südöstliche Rhodopen
Inizio del corso
08.10.2019
le date
Dienstag, 8. bis Sonntag, 13. Oktober 2019
gestione del corso
Sibylle Benz, lic. phil. et lic. iur., Historikerin, Spezialgebiet Griechenland 
relatore
Sibylle Benz und Fachperson des Museums für Flüchtlinge in Kavala
costi per il corso
Preis pro Person im Doppelzimmer 860.- CHF / Preis pro Person im Einzelzimmer 1'060.-
termine d‘iscrizione
31.08.2019
osservazioni


An- und Abreise zum Ausgangs- und Endpunkt der Reise in Thessaloniki* sowie Versicherungen sind Sache der Teilnehmenden. *Günstige Direktflüge gibt es ab Zürich und ab Basel an verschiedenen Wochentagen.

Für VSG-Mitglieder: 30.- Reduktion auf die angegebenen Preise. 

siehe detailliertes Programm



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